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Nur jedes dritte Unternehmen plant Maßnahmen zur Vorbereitung auf Basel III 58% der mittelständischen Unternehmen befürchten, dass sich Kredite verteuern werden. Zwei Drittel der Unternehmen fühlen sich über die Anforderungen von Basel III schlecht informiert. Mit der Einführung verschärfter Kapitalanforderungen für Kreditinstitute durch Basel III müssen Banken bei der Kreditvergabe mehr Eigenkapital vorhalten und zukünftig eine fristengerechte Refinanzierung sicherstellen. Die Deutsche Bank hat in einer repräsentativen Umfrage 200 kleine und mittlere Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von weniger als 25 Mio. € über ihre Erwartungen dazu befragt: Unternehmen erwarten v.a. genauere Prüfungen von Finanzierungen (77%) und steigende Rating-Anforderungen (76%). 58% der Unternehmen befürchten, dass sich Kredite verteuern werden. Allerdings fühlen sich zwei Drittel (65%) der kleinen und mittleren Unternehmen über die Anforderungen aus Basel III schlecht informiert. Grundsätzlich sollten Unternehmen schon heute prüfen, ob sie im Zuge der Umsetzung von Basel III Finanzierungsengpässe zu befürchten haben. Nur jedes dritte Unternehmen plant jedoch aktuell, Maßnahmen zur Vorbereitung auf Basel III zu ergreifen. 77% dieser Unternehmen beabsichtigen, speziell auf Basel III zugeschnittene Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen, weitere 83% wollen zur Vorbereitung auf Basel III ihre Liquidität optimieren. Durch die Verkürzung von Zahlungszielen oder ein verändertes Mahnwesen können Unternehmen Liquiditätsengpässe vermeiden und die Rendite steigern. Darüber hinaus geben drei Viertel der Unternehmen an, bestehende Finanzierungen überprüfen zu wollen. Mittelstand bleibt gegenüber Beteiligungskapital verschlossen Im deutschen Mittelstand sind die Vorbehalte gegenüber Finanzinvestoren nach wie vor groß. Obwohl die Mehrzahl der befragten Unternehmen in der Beteiligung einer Private-Equity- Gesellschaft grundsätzlich Vorteile erkennt, lehnen über 80% den Einstieg eines Investors ab, wie aus der Studie „Transaktionen im Mittelstand – Bestandsaufnahme und Ausblick“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor geht. Knapp jeder fünfte Mittelständler (18%) kann sich eine Private-Equity-Beteiligung an seinem Unternehmen vorstellen. Nur bei rund einem Prozent der Befragten ist bereits eine Beteiligungsgesellschaft engagiert. Für die Studie wurden deutschlandweit 533 mittelständische Unternehmen befragt. Gesprächspartner waren Geschäftsführer (53% der Befragten), Eigentümer (29%) sowie Finanzvorstände bzw. Prokuristen (18%). Das gewichtigste Argument der Mittelständler gegen Beteiligungskapital ist die Furcht vor dem Verlust der unternehmerischen Unabhängigkeit. Zwei Drittel der Befragten glauben, dass sie mit dem Einstieg eines Finanzinvestors ihre Entscheidungshoheit (teilweise) abtreten müssen. Knapp jeder zweite Mittelständler (45%) hält die Strukturen und Motive von Beteiligungsgesellschaften für zu wenig transparent. Gut jeder dritte (35%) sieht in den unterschiedlichen Unternehmenskulturen von Private-Equity-Fonds und eigenem Betrieb ein Konfliktpotenzial, und 30% sprechen Finanzinvestoren die notwendige soziale Kompetenz für den Umgang mit Unternehmen und Mitarbeitern ab. Demgegenüber fallen Zweifel an den unternehmerischen Fähigkeiten und Zielen der Beteiligungskapitalgeber kaum ins Gewicht. Auf der anderen Seite sehen 75% der befragten Mittelständler den Einstieg eines Finanzinvestors als grundsätzlich positiv für die Kapitalstruktur und -versorgung ihres Unternehmens an. Jeder dritte Befragte sieht auch einen möglichen Zugewinn an externer Expertise, gut jeder vierte erwartet eine Professionalisierung der Unternehmensführung im Falle einer Beteiligung von Finanzinvestoren. Für 14% wäre das Engagement eines Private-Equity-Investors attraktiv, weil der Eigentümerkreis um einen neutralen Gesellschafter erweitert würde. Während die große Mehrheit der mittelständischen Unternehmen die Aufnahme externer Gesellschafter ablehnt, sind eigene Zukäufe durchaus ein Element der Wachstumsstrategie. Konkrete Übernahme- bzw. Beteiligungspläne verfolgen dennoch nur neun Prozent der Befragten. Die übrigen Mittelständler sind zwar an Akquisitionen interessiert, immerhin 45% der Befragten ohne konkrete Beteiligungsabsicht finden aber nach eigener Aussage kein passendes Kaufobjekt. Knapp jedem dritten Unternehmen fehlen die zeitlichen und personellen Ressourcen, um eine derartige Transaktion zu bewältigen. Unternehmensverkäufer verschenken bares Geld Die aktuelle Studie „Wertminderer und Dealbreaker beim Unternehmensverkauf im Mittelstand“ von Raffel GmbH Corporate Development belegt, dass zum Kauf angebotene Unternehmen häufig mangelhaft vorbereitet sind. Erstmalig wurden professionelle Unternehmenskäufer über die Qualität der ihnen angebotenen Unternehmen befragt. Die rd. 390 befragten Top-Entscheider von Private Equity-Unternehmen investieren in den deutschen Mittelstand und wissen, worauf es bei den angebotenen Unternehmen ankommt. Ergebnis: Im Durchschnitt sind rd. 40% der zum Verkauf angebotenen Unternehmen mangelhaft oder gar nicht auf den Verkauf vorbereitet. Aus Sicht von fast 10% der Befragten sind sogar mehr als drei Viertel der ihnen angebotenen Unternehmen nicht ausreichend auf den Verkauf vorbereitet. Käufer von Unternehmen investieren in deren Zukunft. Dennoch ist häufig festzustellen, dass die Planungen der angebotenen Unternehmen mangelhaft oder schlicht unglaubwürdig sind. Eine echte strategische „Story“ ist oft nicht vorhanden. Des Weiteren übt der bisherige Unternehmensinhaber häufig noch zum Zeitpunkt des Unternehmensangebots eine wichtige Rolle im Unternehmen aus, was i.d.R. zu zusätzlichen signifikanten „Abschlägen“ von zehn bis zu 25% auf den Kaufpreis führt. Grundsätzlich und unabhängig von der Verkaufsvorbereitung ist aus Sicht der Befragten der geforderte Preis für die angebotenen Unternehmen fast immer unrealistisch hoch. Die Studieninitiatoren sehen darin kein verhandlungstaktisches Kalkül, sondern „eine grundsätzlich überhöhte Einschätzung des Unternehmenswerts“. Kleine und mittlere Unternehmen für konjunkturelle Schwankungen gut gerüstet Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland sind gut aufgestellt für die Zukunft. 91% der Mittelständler verzeichnen eine gute bis vollständige Auslastung ihrer Produktionskapazitäten. Die Deutsche Bank hat in einer repräsentativen Umfrage 200 kleine und mittlere Unternehmen über ihre Zukunftspläne befragt. Angesichts voller Auftragsbücher plant mehr als jedes dritte Unternehmen (38%) Investitionen. Davon will die Mehrheit (85%) die Investitionsvorhaben unter anderem aus Eigenmitteln finanzieren. 71% setzen zudem auf Bankkredite. Knapp die Hälfte der Unternehmer (47%) plant, im Finanzierungsmix auch öffentliche Fördermittel zu nutzen, mehr als jeder Dritte (38%) fühlt sich aber nur mangelhaft über entsprechende Möglichkeiten informiert. Investitionen in Fachkräfte stehen für die Mittelständler an erster Stelle: 63% der Unternehmen mit festen Investitionsabsichten wollen neue Mitarbeiter einstellen und 75% planen, in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter zu investieren. Des Weiteren sind Investitionen in Ersatzgüter (65%), Erweiterungen (57%) und Energieeffizienz (55%) vorgesehen. Der ostdeutsche Mittelstand zeigt sich dabei investitionsfreudiger als Unternehmen im Westen: In Ostdeutschland plant etwa die Hälfte (47%), im Westen gut ein Drittel (36%) der befragten Unternehmen Investitionen. Deutsche Unternehmen sind nicht bereit für die E-Bilanz Die Diskussion um die Einführung der „E-Bilanz“ schlägt derzeit hohe Wellen. Die rd. 1,37 Mio. bilanzierenden Unternehmen in Deutschland befürchten einen erheblichen Mehraufwand, den sie aktuell noch nicht genau kalkulieren können. Rd. drei Viertel der befragten Unternehmen (74%) haben deshalb noch nicht mit den wichtigen Umstellungsmaßnahmen für die EBilanz begonnen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Zusammenarbeit mit TNS Emnid, für die 300 E-Bilanz-Verantwortliche nach dem Umsetzungsstand in ihren Unternehmen befragt wurden. 90% der befragten Betriebe fühlen sich zudem nur teilweise oder unzureichend über die Anforderungen der E-Bilanz informiert. Auf das angekündigte finale Schreiben der Finanzverwaltung zu den wesentlichen Umsetzungsinhalten warten die Unternehmen dementsprechend gespannt: 85% der Befragten erhoffen sich hiervon entscheidende Informationen für die Umstellungsvorbereitungen. „Aufgrund des Informationsdefizites können viele Unternehmen gar nicht abschätzen, welchen Zeit- und Personalaufwand die entsprechenden Umstellungsmaßnahmen benötigen und welche Kosten diese verursachen“, erläutert Sebastian Koch, Partner der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Leiter der Arbeitsgruppe E-Bilanz. Laut Studie kann die Hälfte (50%) der befragten Betriebe den finanziellen Aufwand der Umstellung gar nicht abschätzen. 22% der Studienteilnehmer erwarten einen Gesamtaufwand für die Umstellung von 10.000 € bis 50.000 € und sieben Prozent der Unternehmer gaben sogar an, mit einem finanziellen Aufwand von mehr als 50.000 € zu rechnen. „In der Summe zeigen die Studienergebnisse, dass das ursprüngliche Ziel einer verpflichtenden Einführung der E-Bilanz zum 01. Januar 2012 insbesondere aufgrund einer defizitären Informationspolitik der Finanzverwaltung nicht mehr haltbar war“, erklärt BDO Experte Koch. In einem überarbeitenden Entwurf des Anwendungsschreibens zu § 5b EStG hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) deshalb unter anderem eine Nichtbeanstandungsregelung vorgestellt. Demnach soll es nicht beanstandet werden, wenn die Abschlüsse erst ein weiteres Jahr später in elektronischer Form übermittelt werden. 90% der befragten Unternehmen geben zudem an, nicht etwa durch die Finanzbehörde auf die Notwendigkeit zur Umstellung auf die E-Bilanz aufmerksam geworden zu sein, sondern vielmehr durch Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, die Tagespresse oder durch Seminaranbieter. Angesichts dieser Erkenntnisse verwundert es nicht, dass auch der Bericht „Über die Auswertung der Pilotphase zur elektronischen Übermittlung von Daten der Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung“, den das Bundesministerium der Finanzen (BMF) am 08.08.2011 vorgelegt hat, zu dem Schluss kommt: „Es ist zu erwarten, dass einige Unternehmen noch Zeit benötigen [...]“. An der Pilotphase haben sich nur 84 Unternehmen aktiv beteiligt. „Auch diese geringe Beteiligung an der Pilotphase unterstreicht, dass der Großteil der bilanzierenden Unternehmen noch erheblichen Nachholbedarf bei den unausweichlichen Umstellungsmaßnahmen hat“, so Koch. „Die Zeit drängt, denn trotz des faktischen Aufschubs der verpflichtenden elektronischen Übermittlung bleibt der Umfang der Anforderungen für die Unternehmen weiterhin bestehen.“ Optimiertes Working Capital Management könnte 115 Mrd. € Liquidität freisetzen Die Konjunkturprognosen für die kommenden Jahre gehen weiterhin von einem nachhaltigen Wachstum der deutschen Wirtschaft aus. Doch um weiter zu wachsen, benötigt der deutsche Mittelstand bis 2013 rd. 50 Mrd. € an Kapital. Eine weiterhin restriktive Kreditvergabe der Finanzinstitute sorgt jedoch für ein beschränktes Liquiditätsangebot. Dabei könnte ein optimiertes Working Capital Management im deutschen Mittelstand ein ungenutztes Liquiditätspotenzial i.H.v. 115 Mrd. € freisetzen. Das ist das Ergebnis der Studie „Cash for Growth“ von Roland Berger Strategy Consultants und Creditreform. Die Studie basiert auf den Daten über das Liquiditätsmanagement von über 500 Unternehmen aus den Jahren 2008 bis 2011. Bis 2013 werden mittelständische Unternehmen in Deutschland einen Gesamtliquiditätsbedarf von rd. 50 Mrd. € haben. Davon sind 25 Mrd. € dem Umsatzwachstum zuzuschreiben; die restlichen 25 Mrd. € werden durch eine verlängerte Kapitalbindungsdauer verursacht. Zwar hat sich in den vergangenen Jahren die Kapitalbindungsdauer in deutschen Unternehmen leicht verbessert – allen voran in Großunternehmen. Blieb 2009 das gebundene Kapital noch durchschnittlich 46 Tage in einem Großunternehmen, so waren es 2010 nur noch 43 Tage. Hingegen lag die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer im deutschen Mittelstand im Jahr 2010 immer noch bei 54 Tagen – eine leichte Verbesserung im Vergleich zu den 57 Tagen von 2009. Großunternehmen haben laut den Studieninitiatoren eine viel größere Verhandlungsmacht und können vorteilhaftere Zahlungsziele bei den Dienstleistern durchsetzen, außerdem hätten sie die Bedeutung eines professionellen Working Capital Management klarer erkannt. Hinzu kommen die Kapitalgeberanforderungen: Bei Großunternehmen mit umfassender Rechnungslegung sind Liquiditätskennzahlen oft ein wichtiger Teil des Kreditvertrags, wie etwa bei Covenant, daher würden deutsche Großunternehmen beim Thema Kapitalbindungsdauer viel besser abschneiden als mittelständische Firmen. Das gilt vor allem für Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche – 2010 war bei ihnen das Kapital im Schnitt gerade mal 19 Tage gebunden. Mit deutlichem Abstand folgt der Handel mit einer durchschnittlichen Kapitalbindungsdauer von 43 Tagen. Insbesondere das verbesserte Forderungsmanagement und auch die überdurchschnittliche Verbesserung im Verbindlichkeitsmanagement (Lieferantenzahlungen) seien dafür ausschlaggebend. Am schlechtesten schneiden der Pharma- (86 Tage) und der Bekleidungssektor (90 Tage) ab. Der erhöhte Liquiditätsbedarf deutscher Unternehmen hat verschiedene Gründe. Zunächst müssen Firmen mit ihrem Kapital den eigenen Umsatz vorfinanzieren. Aber nicht nur dies, so die Studieninitiatoren: Oft ergeben sich attraktive Investitionsmöglichkeiten, die eine größere Liquidität voraussetzen. Auch Anpassungen der Finanzstruktur nach einer Rezessionsphase verlangen nach Kapital. Das Problem ist, dass der hohe Liquiditätsbedarf oft mit dem beschränkten Angebot auf dem Markt kollidiert. So kämpfen Unternehmen aufgrund der verschärften Eigenkapitalvorschriften mit einer restriktiven Kreditvergabe der Banken: Das Finanzierungsvolumen verkleinert sich, während die Finanzierungskosten steigen. Hinzu kommt der erschwerte Zugang der Unternehmen zu externem Eigenkapital. Die Folge: Die Liquiditätsengpässe können das Unternehmenswachstum stark gefährden – vor allem im Mittelstand. Um einem Wachstumsstopp aus Liquiditätsgründen entgegenzuwirken, raten die Experten von Roland Berger und Creditreform zu einer gezielten Optimierung des Working Capital Management. So könnte der deutsche Mittelstand durch eine bessere Kapitalnutzung bis 2013 rd. 115 Mrd. € freisetzen. Deutscher Mittelstand kämpft mit Nachfolgeproblemen Der Generationswechsel in Familienunternehmen wird zum Risiko. Das Problem ist häufig hausgemacht und könnte in den nächsten Jahren viele Arbeitsplätze bedrohen. Das sagt eine Studie von TNS Emnid für die Deutsche Unternehmerbörse (DUB.de). Viele Unternehmer gehen die Regelung der eigenen Nachfolge nur halbherzig an oder schieben sie zu lange auf. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die TNS Emnid im Auftrag der Deutschen Unternehmerbörse (DUB.de) durchgeführt hat. Michael Grote, Geschäftsführer der Deutschen Unternehmerbörse, bestätigt diesen Missstand: „Wir registrieren, dass Mittelständler häufig fahrlässig mit der Nachfolgefrage umgehen. Viele Inhaber arbeiten, bis sie krankheitsbedingt aufgeben müssen oder sogar bis zum Tod – ohne entsprechende Nachfolgeregelungen getroffen zu haben.“ TNS Emnid befragte 321 Unternehmen. 57% gaben an, noch keine bzw. keine abschließende Nachfolgeregelung getroffen zu haben. Besonders alarmierend: Die Generation der über 50-Jährigen ist nicht unbedingt gewissenhafter vorbereitet als die Jüngeren. „Früher hatten Unternehmer viele Kinder. Darunter war i.d.R. immer ein fähiger Nachfolger. Heute gibt es weniger Nachwuchs und dem stehen auch noch viele berufliche Alternativen offen“, bringt es Grote auf den Punkt. Der Generationswechsel wird immer mehr zum Risiko. Die Zeit drängt, die Staffelübergabe im eigenen Unternehmen frühzeitig zu regeln. Erhebungen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn haben ergeben, dass bis 2014 für mehr als 100.000 Familienunternehmen die Regelung der Nachfolge relevant sein wird. Nach Angaben des Instituts hängt damit die Existenz von rd. 290.000 Beschäftigten pro Jahr von einer erfolgreichen Übergabe ab. Dabei gibt es durchaus einen Markt für kleine und mittlere Firmen. So suchen etwa tausend Manager in Deutschland eine etablierte Firma, um sich selbstständig zu machen. Allein bei der Deutschen Unternehmerbörse haben sich 12.500 Interessenten für einen Firmenkauf registrieren lassen. Energiewende erfordert hohe Investitionen im Mittelstand Der deutsche Mittelstand misst der Energiewende eine große Bedeutung bei und sieht hohe Investitionen für technische Erneuerungen auf sich zukommen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter Geschäftsführern und Bereichsleitern durch das Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa. Im Auftrag der ALBIS Leasing AG aus Hamburg wurden Verantwortliche aus 250 Unternehmen in einer Größe von bis zu 1.000 Mitarbeitern befragt. Drei Viertel von ihnen rechnen mit steigenden Kosten für ihre Firma. Unabhängig von der Unternehmensgröße schätzen die befragten Verantwortlichen die Bedeutung des Atomausstiegs für den deutschen Mittelstand als sehr hoch ein. So ergab die Umfrage, dass 89% die Folgen der Entscheidung als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ einstufen. Dabei bewertet die große Mehrheit der Betriebe die Auswirkungen der politischen Beschlüsse als Belastung: Annähernd drei Viertel (72%) gehen davon aus, dass Produkte und Dienstleistungen durch die Energiewende teurer werden. Ebenso viele (75%) rechnen mit höheren Kosten für ihr eigenes Unternehmen. Viele Unternehmen sehen voraus, dass sie aufgrund der Ausgaben die aktuellen Preise in der Zukunft nicht halten können: 58% wollen Kosten an ihre Kunden weitergeben oder haben das bereits getan. Ebenso sind viele Unternehmenslenker der Auffassung, dass die Energiewende dem Standort Deutschland insgesamt wirtschaftliche Nachteile bringt. Sechs von zehn (59%) befürchten „deutliche“ oder „leichte Nachteile“ für die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Das erhöht den Druck zu investieren – besonders in energieeffiziente Techniken – um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Mehr als drei Viertel der Befragten (78%) planen z.B. Investitionen in energieeffiziente Techniken oder haben diese bereits umgesetzt. Ausgaben, die aufgrund der Energiewende notwendig oder durch sie beschleunigt werden, stellen einen ernst zu nehmenden Kostenpunkt für die Unternehmen dar. Von denen, die investieren wollen, plant jeweils jedes sechste Unternehmen (jeweils 17%) mit einem Ausgabenvolumen i.H.v. bis zu einer Mio. € bzw. bis zu fünf Mio. €. Der zentrale Hemmschuh für Investitionen sind laut 46% die hohen Anfangsinvestitionen. Laut der Umfrage greifen schon ein Viertel (26%) der Unternehmen, die Investitionen planen, auf Leasing zurück. |
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